Weimar als wird als Bauforschungs-Standort weiter ausgebaut
In Weimar entsteht ein „Centrum für Intelligentes Bauen“. Das Thüringer Wirtschaftsministerium unterstützt den Bau der Einrichtung mit 7,2 Mio. € aus EFRE-Mitteln. Den Zuwendungsbescheid übergab Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz gestern während seines Besuches an der Bauhaus-Universität Weimar an den künftigen Betreiber, die Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT).
Durch das Centrum für Intelligentes Bauen (CIB) werde der Bauforschungs-Standort Weimar deutlich gestärkt, sagte Reinholz: „Das CIB soll ein Kompetenzzentrum für innovative Bautechnologien werden.“
Künftige Arbeitsschwerpunkte des CIB Weimar liegen in den Bereichen Bautechnologien (z.B. Baustoffentwicklung, Bauteile-Vorfertigung), Bauorganisation (Baulogistik auf der Baustelle) und Informationstechnologien (z.B. Entwicklung internetbasierter Bauprojekt-Managementsysteme, Facility-Management). Das CIB soll Grundlagen- und industrienahe Forschung zusammenführen, Existenzgründer und Jungunternehmen aus der Bauwirtschaft unterstützen und die Kooperation zwischen den in Weimar und Thüringen ansässigen Forschungseinrichtungen und Industriedienstleistern aus dem Bereich des Bauwesens verbessern.
Vor allem die Bauhaus-Universität zählt zu diesen Einrichtungen mit dem Sonderforschungsbereich „Werkstoffe und Konstruktionen für die Revitalisierung von Bauwerken“, der Materialforschungs- und -prüfanstalt Weimar (MFPA) und dem Finger-Institut für Baustoffkunde (FIB).
Das künftige CIB besteht aus einem Forschungs- und Bürogebäude, Versuchshallen sowie Lager- und Archivflächen. Insgesamt stehen 600 m² Bürofläche, 850 m² Werkstätten und Laborräume und 2 300 m² Versuchsfläche zur Verfügung. Die Versuchshallen, die z.B. Klimaprüfkammern und geotechnische Versuchsvorrichtungen umfassen, dienen Forschungsarbei-ten an größeren Bauteilen. Dazu sind u.a. Kranbahnen und unterschiedliche Hallenhöhen erforderlich.
Die Bauarbeiten zur Errichtung des CIB Weimar beginnen im kommenden Jahr und sollen bis Ende 2007 abgeschlossen werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 8 Mio. €. Erste Nutzer stehen mit der MFPA und der Versuchstechnischen Einrichtung (VTE) der Bauhaus-Universität bereits fest.
Quellen:
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit
Bauhaus-Universität Weimar
Bilder:
Bauhaus-Universität Weimar