Erdbeben, Hochwasser oder Terroranschläge sind Katastrophen, denen die Menschheit in zunehmendem Maße ins Auge blicken muss. Nicht nur Menschen sind von der Zerstörungswut der Natur oder anderen Menschen betroffen, auch Gebäude werden in diesen extremen Situationen häufig grundlegend zerstört. Um den Sachschaden möglichst gering zu halten, werden für die Ertüchtigung und Verstärkung von Bauwerkung bereits in der Planungsphase geeignete Simulationen und Berechnungsmodelle angewendet. Die beste Bewertung dieser Modelle kommt aus qualitativ hochwertigen und zuverlässigen Großversuchen.
Prof. Frieder Seible, Dekan der Jacobs School of Engineering der Universität von Kalifornien in San Diego, berichtete am 05. Dezember 2007 in Weimar über Erfahrungen und Ergebnisse von Großversuchen aus zwei Jahrzehnten.
und steht im Rahmen der Podiumsveranstaltung für Diskussionen und Gespräche zur Verfügung.
Einer Einladung der Bauhaus-Universität Weimar, des CIB und des Förderkreises Bauwerkserhaltung (???) folgend, gewährte Prof. Seible am 05.12.07 im Rahmen eines Vortrags Einblicke in seine Forschungsarbeit. Seible´s Haupttätigkeitsfeld ist Validierung von Simulations- und Berechnungsmodellen, mit deren Hilfe Bauwerke bemessen werden, um sie für extreme Beanspruchungen zu ertüchtigen und verstärken. Die Bewertung dieser Modelle erfolgt durch qualitativ hochwertige Großversuche. Zu den wohl spektakulärsten gehört die Untersuchung des Tragverhaltens eines siebenstöckigen Gebäudes, welches hierfür extra errichtet wurde. Videoaufzeichnungen dieses und anderer, beeindruckender Großversuche bereicherten Seibles Vortrag. Die an der der Jacobs School of Engineering der Universität von Kalifornien in San Diego vorhandenen Großgeräte zum Durchführen derartiger Versuche gehören zu den größten weltweit. Unter den mehr als 120 Interessierten war auch … anwesend.